Bye-bye, Florian Krenkel

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Florian Krenkel wird Geschäftsführer einer Wiener Werbeagentur.
Diese wirbt für ihren neuen leitenden Mitarbeiter mit folgenden Worten: „ Mit Florian Krenkel übernimmt ein erfahrener Kommunikationsexperte die Geschäftsführung der klassischen Agentur von Ogilvy Österreich. Der gelernte Jurist hat eindrucksvoll gezeigt, wie man „Markenpolitik“ u.a. erfolgreich für ein ganzes Land einsetzt und entscheidend zur Neupositionierung des Fürstentums Liechtenstein als moderner Finanzplatz beigetragen....“ (nachzulesen unter: www.ogilvy.at Rubrik news)
Nach den Berichten in den Landeszeitungen vom 12. Mai 2004 war Florian Krenkel ausschliesslich als fürstlicher Berater tätig. „Sein erfolgreiches Wirken als Kommunikationsfachmann fand im März 2003 seinen Höhepunkt, als das liechtensteinische Stimmvolk die Verfassungsinitiative von Fürst Hans-Adam II und Erbprinz Alois mit 64.3 % angenommen hatte.
Die Werbekampagne des Fürstenhauses im Vorfeld dieser Volksabstimmung trug ganz die Handschrift von Florian Krenkel....“ schreibt das Vaterland.
Mit der Neupositionierung des Finanzplatzes Liechtenstein hatte Herr Krenkel also nichts zu tun. Offensichtlich ist die Werbekampagne für die fürstliche Verfassungsinitiative kein Ruhmesblatt für Herrn Krenkel, mit dem er sich gerne schmückt. Zu billig war die Volksmanipulierungsstrategie, die die Mehrheit des liechtensteinischen Stimmvolkes dazu veranlasst hat, freiwillig seine Rechte an einen unkontrollierbaren Monarchen abzugeben. Deshalb will er jetzt bei der Neupositionierung des Finanzplatzes mitgewirkt haben.
Die Werbeagentur Ogilvy und Herr Krenkel werben daher mit einem Sachverhalt, der so nicht korrekt ist.
Das liechtensteinische Volk sollte sich angesichts des Einflusses von Kommunikationsstrategien und Werbekampagnen auf die öffentliche Meinung ernsthaft Gedanken machen, ob es bei der Abstimmung über die Verfassungsinitiativen nicht einem Werbegag aufgesessen ist.

Verein zur Stärkung der Volksrechte

Liechtensteiner Vaterland vom 14. Mai 2004, Seite 11
Liechtensteiner Volksblatt vom 14. Mai 2004, Seite 8

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