Herr Amon Marxer, aus Balzers

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Ihr Leserbrief vom 16.3.2017 in dem Sie die Quotenfrauen fragen: „Wer braucht noch Frauenfeinde, wenn er solche Freundinnen hat?“

Sie werfen uns vor, wir würden einander für inhärent zickig halten, einander nichts gönnen, uns konkurrieren und im Geheimen lästern…. Zudem bemerken Sie, dass es doch der gleiche Kindergarten wie vor 30 Jahren sei, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Ihr Zitat: „Das ist, um ehrlich zu sein, euer Problem. Davon abgesehen ist mein Frauenbild ein anderes.“ Sie können das getrost unser Problem sein lassen. Davon abgesehen, interessiert uns Ihr Frauenbild nur mässig. Es ist uns auch nicht klar, wie Sie zur Ansicht kommen, wie Frauen sind und anscheinend miteinander umgehen.

Sie haben Recht, es ist der gleiche Kindergarten wie vor 30 Jahren. Wir treffen auf die gleichen Abwehrmechanismen wie bei der Forderung nach dem Frauenstimmrecht. Statt sich mit den fehlenden politischen Rechten der Frauen auseinanderzusetzen, hat man damals die Frauen persönlich angegriffen. Der Ausspruch, die Frauen sollen sich erstmal einigen, bevor sie etwas wollen, war damals schon und ist anscheinend wieder oder immer noch aktuell. Die Frauen sollen offenbar alle gleich sein und eine „Frauenmeinung“ haben?  Da sind wir doch froh, dass alle Männer immer der gleichen Meinung sind, ohne jegliche Konkurrenzgedanken und neidlos ihren Geschlechtsgenossen alles gönnen?

Der Graben bei Quoten verläuft nicht zwischen den Frauen, sondern zwischen Frauen und Männern, die Chancengleichheit anstreben und Frauen und Männern, die im Status quo verharren wollen.

Frauen haben sehr wohl gute Kontakte untereinander und wir halten fest, dass Frauen längst begriffen haben, dass sie zusammenhalten müssen, wenn sie etwas erreichen wollen. Wir schätzen die Vielfalt und sind je länger je mehr bestrebt, uns nicht auseinander dividieren zu lassen.

 Vorstand des Vereins Frauen in guter Verfassung

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