Ein starkes Zeichen

In nur 14 Tagen haben 2349 Menschen die Petition „Wir wollen solidarisch sein“ des Vereins Welt und Heimat, der Offenen Kirche, des Fastenopfers Wir teilen und der Demokratiebewegung unterschrieben. Damit hat Liechtenstein ein starkes Zeichen gesetzt, das zeigt, dass die Demokratie in Liechtenstein spielt und die Bevölkerung den Armen dieser Welt Solidarität entgegenbringt.

Die grosse Zahl der Unterschriften zeigt aber auch das Unverständnis für die Kürzung des Budgets der Internationalen Humanitären Zusammenarbeit um insgesamt 9,2 Millionen.
Entwicklungszusammenarbeit, im Falle Liechtensteins die Arbeit des LED, stärkt in den ärmsten Ländern der Welt die Demokratie und die Menschenrechte. Wie aber sollen diese Grundrechte dort, wo die Armut den Alltag diktiert, noch funktionieren, wenn die Unterstützung der reichen Länder kleiner wird?

Noch im Januar 2010 sicherte Regierungschef Tschütscher der UNO zu, dass Liechtenstein das Ziel, 0,7% des Bruttonationalprodukts für Entwicklungshilfe einzusetzen, weiterhin verfolgen werde. Dieses Versprechen unterliefen Regierung  und Landtag mit der massiven Kürzung des Budgets für die Entwicklungshilfe. Nicht nur, dass die Höhe der Kürzung unverhältnismässig ist, es ist auch ungewöhnlich, dass sich diese Kürzung auf einen Zeitraum von 5 Jahren erstrecken soll.

Mit der Petition werden die Parlamentarierinnen und Parlamentarier aufgefordert, ihren Kürzungsentscheid zu überprüfen.
Wir hoffen, dass die Volksvertretung dem Volk folgt. Wir sollten so handeln, dass unser Image im Ausland durch unsere Taten positiv geprägt  wird. Das wäre wirkungsvoller und für unser Land lohnender als Millionen in Imagearbeit zu  stecken.
Die Petition wird an der Landtagssitzung vom Mittwoch, den 24. Nov.  zwischen  8.45h und 11 h behandelt werden.

Der Vorstand
Frauen in guter Verfassung
23.11.10

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